Bei meinem Fundstück der Woche handelt es sich heute um den Wanderstock meines Großvaters.
Meine Großeltern sind in jungen Jahren gerne wandern gegangen. So richtig mit Stock, Hut, Kniebundhose und Wanderschuhen. Leider habe ich kein einziges Foto gefunden. Aber es gibt welche, muss nur danach suchen.
Auf ihren Wanderungen haben sie von allen Orten diese Anstecker für den Wanderstock gekauft. Das war damals in den 50er und 60er Jahren ganz modern. Heinz Erhard hat sogar einen Film davon gedreht. Der letzte Fußgänger oder so ähnlich, mit Christine Kaufmann.
Siehst du Silke? Danach hast du, glaube ich, in meinem letzten Post mit der Sammeltasse gefragt. Hier ist auch der Stock.
Den Stock hat meine Oma kürzlich meinem Vater gegeben, aber der hat ja schon einen von der Oma bekommen und hat diesen mir gegeben, als Andenken.
Mein Opa ist nun schon lange tot und meine Oma wandert nicht mehr, sie wird nämlich am 31. März 95( !) Jahre alt.
Die Koffer sind natürlich auch alles Fundstücke aber jeder hat eine andere Geschichte. Die ich hier vielleicht auch mal erzähle. Sie passten halt so gut zu dem Stock, weil ich erst gar nicht wußte, wie ich ihn fotografieren sollte.
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Das Buch des Monats
Heute stelle ich als Buch des Monats Geschenkte Wurzeln von Janine Kunze vor. Sonst lese ich eigentlich nicht gerne Memoiren von lebendend Personen, aber dieses Buch kann man nicht als Memoiren bezeichnen.
Es hat mich sehr beeindruckt, weil Janine Kunze sehr anschaulich über ihre Kindheit als Pflegekind schreibt. Offen und schonungslos schreibt sie über ihr Leben in der Pflegefamilie und die Besuche bei ihrer leiblichen Mutter und Oma und der Probleme die sich daraus ergaben.
Da ich selbst seit vielen Jahren Pflegemutter bin, interessiert es mich natürlich brennend, was ein Pflegekind denkt, fühlt und warum es manche Dinge macht, die nicht richtig und häufig unverständlich sind. Man denkt, sie wollen einen damit ärgern. Seit ich Janines Buch gelesen habe, weiß ich, dass Pflegekinder eben manchmal einfach nicht anders können.
Es hat mir großen Mut gemacht, dass Janine so liebevoll von ihren Pflegeeltern spricht, auch wenn es für beide viele Hürden zu überwinden gab.
Deshalb sage ich DANKE liebe Frau Kunze, dass sie so offen über dieses Thema schreiben konnten!
Ich weiß, dass hier auch andere Pflegemütter mitlesen und kann mir gut vorstellen, nein ich bin überzeugt davon, dass auch für diese Mütter das Buch sehr interessant zu lesen ist.
Aber ich würde mir auch wünschen, dass andere dieses Buch lesen, denn es gibt immer noch viele Vorurteile über Pflegekinder, die Janine Kunze durchaus aus dem Weg räumen kann.
So wünsche ich allen einen guten Start in die neue Woche!